"Ihr Kopf ist ein Friedhof, ihr Herz eine Insel. Wir beide sind keine Freundinnen, doch ich kenne sie schon mein ganzes Leben lang. Sie sitzt in meinem Bauch, hohl und weit weg, aber ihre geflüsterten Worte die mich ermutigen sollen, können mich nicht trösten. Ich durchschaue ihre Tricks, ihre falschen Versprechungen. Geh weg sage ich zu ihr, heute habe ich zu tun, ich habe viel zu erledigen, doch diese Bekannte weiß nie wann es Zeit ist zu gehen. Die Frage ist nicht wieso sie mich als ihre Freundin auserwählt hat, die Frage ist eher wieso ich ihr erlaube zu bleiben? (Zitat: Film - Als das Meer verschwand) Ist es das Grollen der Steine, die über unsere Seele rollen oder ist es doch nur das Lied des Lebens? Der Schlag des Herzens? Das Gewitter am Himmel? Das Rasseln eines Neubeginns? Vielleicht die Trommeln der Motivation, die das eigene Heer antreiben sollen? Die Melodie für das eigene ICH? Woher nehmen wir die Kraft an der Hoffnung so lange festzuhalten, bis sie einen in ihr unwiederbringliches, tiefes und dunkles Moor zieht? Man anfängt um Worte zu ringen und um Hilfe zu schreien. Doch keiner kommt. Der letzte Atemzug für diese eine Sache, die man sich so sehnlich wünscht, welche wohlwissend schon vergeblich scheint, getan ist. Alles Zappeln und Zerren macht allem nur noch schneller ein Ende. Jeder weiß es und doch strampelt jeder weiter. Bis der Mund voll mit schlammig-modrig riechender Erde ist. Der Schrei verstummt und der Kopf verschwindet. In dieser nassen, glitschigen Dunkelheit kommt jedem plötzlich alles falsch vor, doch diese Erkenntnis kommt eindeutig zu spät. Das war`s. Hin und hergerissen zwischen Gleichgültigkeit und der endlosen Weite, zwischen hier und jetzt, zwischen gestern und heute versinkst du immer weiter in deinem eigenen Meer, deinem Meer aus Tränen. Du stellst dir die Frage: “Sind dies die Tränen des Abschieds oder der Hoffnung?” Fiebrige Träume ereilen dich. Der Film läuft rückwärts und was würdest du nicht alles ändern, weil du jetzt um so manche Erfahrung reifer bist, du dich windest und du immer weiter in deine Seele fährst, dein Ich sich in einem Fahrstuhl befindet, der Stockwerk um Stockwerk in die Tiefe rauscht und du wie wild auf den kleinen roten Knopf einhämmerst, doch keiner sich am andern Ende meldet, geschweige denn das dieser Fahrstuhl anhält. Verzweifelt suchst du nach einem Sinn und verstehst so manche Begebenheit nicht. Schwarz und kalt, der Zug rollt, der Fahrstuhl fällt, das Moor zieht dich in die Tiefe. Ein weiteres Zucken und Zappeln. Du streckst deine Hand nach oben und wartest darauf, dass jemand zugreift. Hoffnung. Wieder eine Frage, die dich ereilt: "Ist da jemand der deinem Winken zusieht und sich alles aus sicherer Nähe anschaut? Felsenfest glaubst du daran, dass dir jemand zu Hilfe eilt, dir jemand seine Bereitschaft und Liebe schenkt, doch es kommt niemand, weil keiner kommen soll, solange du nicht selbst an dich glaubst, nicht selbst erkennst, dass du es bist der lernen muss was es heißt sich selbst zu hundert Prozent zu lieben, sich zu kennen und das du all die Liebe nicht von anderen aufsaugen kannst, wie ein Schwamm, nur um dich besser zu fühlen. Denn so wird alles Hoffen für immer in den ewigen Weiten verschwinden, die Jagdgründe verloren sein und diese dich auch nicht aufnehmen, weil du dich selbst aufgabst und du vergessen hast wofür du kämpft. Eine weitere Frage: Sollte jetzt einen weitere Frage kommen? Wenn Ja? Welche? Gibt es noch Fragen? Im Grunde genommen nicht. Eher eine Art Antwort, die sich aber nicht in dem üblichen Gewand einer Antwort zeigt.   Erkenntnis ist befreiend und jede Frage die du dir je gestellt hast, beantwortet sich auf einmal von selbst. Alles ist verständlich und selbsterklärend. Dinge sind so und so und nicht anders. Hier geht´s nicht um wissenschaftliche Erkenntnisse. Hier geht es um dich! Du stehst auf und der böse Traum ist vorbei. Alles Schwarz verwandelt sich in Farbe und das Leben bekommt Konturen, die du nie wahrgenommen hast. Ein Lachen, welches nie wieder geht, brennt sich in dein Gesicht. Eine Aura umgibt dich, die du selbst nicht in Worte fassen kannst doch du selbst weißt für dich, dass du gefunden hast wonach du so lange gesucht. Nenne es wie du willst. Nenne es Glück. Als das Meer verschwand (Nach einem Gespräch entstanden - 2008 - enthält Zitate aus dem Film,  welcher wie der Titel lautet) Copyright  2012 - Design & Idee @ www.Sousey.de - Alle Rechte vorbehalten -