Liebe ohne Schmerz ist wie die Wüste ohne Sand, das schlechte Wetter ohne den Regen, die Hoffnung ohne den Geschmack der Ernüchterung, das Leben ohne den Tod, die Suppe ohne das Salz, die Freude ohne das Lachen, Ying ohne Yang, der Kasper ohne das Theater, ein Schriftsteller ohne Tinte, das Kapital nichts ohne den Bankrott, Bilder nichts ohne Erinnerungen etc. Diese Aufzählung könnte ein jeder von uns unendlich lange fortführen, wiederholen und weiterspinnen. Ja, was wäre die Liebe ohne Schmerz? Der Wunsch nach Harmonie? Selbst die Harmonie kann nicht ohne das Chaos, die Erde nicht ohne den Mond, die Finsternis nicht ohne den Tag, der Fisch nicht ohne das Wasser. Verschwommen wäre unsere Sicht und wir würden uns langweilen. Die Liebe würde sich langweilen. Der Fisch ohne Wasser würde sich langweilen, weil wir, die Liebe, der Fisch, oder was auch immer, gar keinen Vergleich hätten und die Dinge, die uns fröhlich stimmen, glücklich machen, die uns lebensfähig machen und uns lachen lassen, somit ihre Bestimmung verlieren würden. Eine Befreiung gäbe es nie. Wir hätten keinen Ansatz und eine Unterscheidung wäre niemals möglich. Wir könnten weder lachen noch weinen, unsere Gesichter wären Masken, unsere Gedanken im Stillstand, der Geist und die Muskeln hätten nie ein Gegengewicht. Sang-und klanglos würden wir untergehen. Ein Verstehen, warum es uns in manchen Stationen aus den Bahnen wirft, wäre Wunsch, Traum und reine Gedankenspielerei. Doch lass uns überlegen. Wäre ohne das Gegengewicht, den Gegenpol, ohne das Plus zum Minus, ohne die andere Seite, die bessere bzw. andere Hälfte solch eine Gedankenspielerei überhaupt möglich? Wohl eher nein! So, jetzt lass ich dich alleine mit all deinen Gedanken, Gefühlen und Wehwehchen. Ich verbeuge mich und verlasse den Raum, ohne den die Zeit nur eine fiktive Annahme wäre.  Zusammengehörigkeit (Gedankenspiel - 2010) Copyright  2012 - Design & Idee @ www.Sousey.de - Alle Rechte vorbehalten -