Schalom, guten Abend, sehe auf, schaue hin, lies es durch, wenn du willst einmal, zweimal oder auch dreimal. Ich möchte nun ein wenig die Schatzkiste der Worte plündern und vermummt einen Raub vollführen. Jene wertvolle Schatzkiste ausrauben und hier ausschütten. Nur ist mein Rucksack im Moment noch nicht gefüllt, dass ich hier was auskippen könnte. Doch warte. Ich werde mich auf den Weg begeben und die Geheimnisse enthüllen, welche sich überall verstecken. Harrison Ford spielen, in die Rolle des Indianer Jones schlüpfen, ich will der Jules Verne der Buchstaben sein. Doch beherzige, dass dieser Raub hier nur virtuell stattfindet und rufe nicht gleich bei der 911 oder 110 an. Nur mal angenommen deine ehrliche Haut verlangt danach, will ich gleich vorwegnehmen, dass es zwecklos wäre da anzurufen, weil Schatten, wie man mich auch gerne nennt, kann man ja bekanntlich nicht einfangen, nur mit ganz viel Licht verbannen. Du könntest natürlich auch die Geisterjäger - Egon, Ray, Winston, Peter und Slimer rufen, doch lass dir gesagt sein, ich werde ihnen das fürchten lehren und mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit werden die fünf diesen Museumsbesuch nie vergessen. Das geht dann auf deine Kappe. promiss me Zu solch einem Spaß gehört natürlich Musik, also sollte die Playlist gut gewählt sein. Royskopp, Trentemöller, Anthony Rothers darf nicht fehlen, Bosse, La Roux, Kraftwerk, Apparat, Pan Pot, Agoria........die Liste könnte lang werden und kopfqualmend sollte Du dann doch nicht auf der Couch, unter einer Decke, müde und geschafft, liegend und lesend gelassen werden. SOS? Sollte ich aufhören? Nein, denn so-was nenne ich ein inspirierenden Run. Doch jetzt mal andersherum gefragt, was macht den Tag zu einem komischen Tag? Das Wetter, die Stimmung, der fehlende Hochsitz mit Blick auf die Waldlichtung. Wenn ich könnte wie ich wollte würde ich Dir mit Hilfe der Zentrifugalkraft in einen überdimensionalen Brummkreisel die Gesichtszüge entgleisen lassen. Aber vielleicht tut es ja auch dieser Text. By the Way. Kennst Du den Brummkreisel noch? Rhetorische Fragen müssen nicht beantwortet werden. Solche eingeschobenen Fragen geben dem Text einfach mehr Fülle, Farbe und Einzigartigkeit. Den Kick in eine längst vergessene Welt. Ich nenne es meine kleine Fantasiewelt. Es könnte natürlich der Verdacht entstehen, was ich auch durchaus verstehen könnte, das meine Fantasie mit mir durchgeht. Doch wo leben wir? Ich möchte bunt leben, nicht kleinlaut sein, lachen und trotzdem der Schuster sein, der bei seinen Leisten bleibt, in die Welt schauen als ein Schatten oder wie gerade eben als ein Dieb durch die Museen streifen. Ich möchte in meiner Fantasie, die grenzenlos erscheint, in jede Situation und in jedes Lebewesen schlüpfen. Soweit so Gut. Jetzt muss ich aber. Die Forte des Museums hat geschlossen, also beginnt nun meine Zeit. Ob alles am richtigen Platz sitzt kann ich nicht mehr sehen, den Mister Invisibile ist geboren. Die Nacht ist mein Tag und wie wir es schon in den Anfängen dieses Textes hatten, wollte ich was ausschütten wenn ich wieder heimkehrt bin. Stunden später......Egon, Ray, Peter und Winston waren nicht da, aber Peter Shawn, Bob Andrews und Justus Jonas, auch als die drei Fragezeichen bekannt waren mir auf den Fersen. Abgekämpft, entblößt, zum dem Rucksack gesellte sich eine Tasche. Der Taxifahrer schaute blöd, als ich nach einem schnellen Start- Zielsieg fragte. Sicher dachte er an einen Überfall, doch der 100 € Schein besänftigte ihn. Auf der Fahrt überlegte ich, ob ich jemals so oft bei rot über eine Kreuzung gefahren bin. Dann sah ich die Blindenbinde. Ja, Du liest richtig. Mister Invisibile a/k/a der Schatten wurde erkannt, doch mir ist eine Flucht gelungen. Der Alarm tönt immer noch in meinen Ohren. Es war ungeschickt von mir der Taube am Fenster Zuflucht zu gewähren. Doch ich war gefangen in der Rolle des Prinzen. Nein - nicht die Schokolade zwischen den Keksen, obwohl bildlich gesehen dieser Vergleich Sinn macht. Jeder kennt das doch, wenn man auf ein mal zwischen die Fronten gerät, nicht mehr weiß ob links oder rechts. Doch hier war alles anders. Sack und Pack war verschwunden, die dunkle Kluft ausgetauscht. Da stand ich als unglücklicher Prinz in meinem Gemach, fühlte mich zurückversetzt in eine in vergangenen Tagen gelesene Geschichte. Ich hoffte auf eine Antwort, als ich die Weiße Taube sah. Ihr gurren verwirrte mich so sehr, dass ich dem öffnen des Fensterflügels nicht widerstehen konnte. So schnell kanns gehen und Gott sei Dank hatte ich ja für den Heimweg einen blinden Taxifahrer. ;) Nun bin ich daheim. In Sicherheit. Der Inhalt der Tasche und der des Rucksacks liegt vor mir ausgebreitet. Ein riesiger Haufen, wie Legosteine wild durcheinander gewürfelt. Jetzt liegt es an mir was ich daraus erschaffe. Schaffe ich es alle Buchstaben zu verbauen? Wohl eher kaum! Dazu ist die Beute zu reichhaltig. Und doch habe ich nun durch viel Fantasie und langes hin- und herschieben die Buchstaben zurechtgerückt. Ich habe den Versuch unternommen unterhaltsam zu sein und versucht, hier und da ein Lächeln herauskitzeln bzw. eine fabelhafte Welt zu kreieren. Gelungen oder nicht? Diese Frage stellt sich mir nicht, denn bei Kerzenschein und Zweisamkeit, stellt man sich auch nicht die Frage, wieso das Herz ruhig und doch galoppierend unter der Brust einen Tanz aufführt. Polka, Salsa, Blues, ChaChaCha, Flamenco, Jive, Lambada, Mambo, Samba, Schuhplattler oder dem Beat folgend der Technowelt entgleitet. Buggie. Unvorbereitet gesellte ich mich zu den Buchstaben und ließ es laufen, wie ein glückliches Duracellhässchen. Und zu guter Letzt ein Filmtitel der hier ins Schlusswort passt. "K-Pax - Alles ist möglich" Der Dieb von München Der Dieb von München (Eine Nachtschicht - mit viel Fantasie) Copyright  2012 - Design & Idee @ www.Sousey.de - Alle Rechte vorbehalten -